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Auf den Lofoten
Blogbeitrag vom 19.05.2011

Ein Paradies nicht nur für Angler


Lofoten | Der Archipel der Lofoten mit seinen etwa 80 Inseln und Inselchen ist besonders bei Anglern ein sehr beliebtes Reiseziel. Bietet er doch überaus reiche Fischgründe und eine Jahrtausende alte Fischereitradition. Aber auch jenseits der Fischerei begeistern die Lofoten ihre Gäste. Erleben Sie die magischen Licht- und Farbspiele, die auf dieser norwegischen Inselgruppe einmalig sind und viele Künstler und Fotografen inspirieren.

Die Lofoten bieten eine unglaublich vielfältige und einmalige Natur und gastfreundliche Bewohner. Die Inselgruppe liegt nördlich des Polarkreises, weist jedoch dank des Golfstromes ein ganzjährig moderates Klima auf. Der kälteste Monat ist der Februar mit durchschnittlich -1°C; der wärmste ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 12°C.
 


Rorbuer und Grasdachhäuser


Wer seinen Urlaub auf den Lofoten verbringen möchte, für den stellt sich die Frage, wo und wie er übernachten möchte. Die meisten der Häuser sind aus Holz errichtet worden und überwiegend Grasdachhäuser oder ehemalige Fischerhütten, die sogenannten Rorbuer, die heute an Feriengäste vermietet werden. Sie haben den Vorzug, dass sie praktisch direkt auf dem Wasser stehen, da sie auf Stelzen konstruiert worden sind. So ist man mit wenigen Schritten direkt am Wasser, was nicht nur Angler begeistert.

Rorbu
Rorbu

Zusätzlich kann man hier das Leben in diesen historisch gewachsenen Fischerdörfern hautnah miterleben, denn der Fischfang spielt immer noch eine große Rolle.

Es empfiehlt sich, auf einer der sechs Hauptinseln zu wohnen, die alle durch eine Straße miteinander verbunden sind. Das erspart zeitraubende Fährüberfahrten. Günstige Ausgangspunkte für die Erkundung der Lofoten sind die Orte Ballstad, Stamsund, Nusfjord, Sørvågen und Henningsvær, liegen diese doch recht zentral.


Magie von Farbe und Licht

Der Gast, der sich auf diese Inseln einlässt, wird ein ganz intensives Naturerlebnis genießen können. Erleben Sie die ungeahnte Farbintensität der Landschaft, das türkisfarbene Meer sowie die weißen feinsandigen Strände. Das besondere Licht auf der Insel strahlt fast schon etwas Magisches aus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich hier viele Künstler niedergelassen haben, um sich von diesen Lichtverhältnissen inspirieren zu lassen. Von Ende Mai bis Mitte Juli können Sie die Mitternachtssonne genießen und erleben, dass die Sonne während dieser Zeit nicht untergeht. In den Wintermonaten hingegen verzaubert häufig das Polarlicht, die Aurora borealis, mit ihrem Farbenspiel den Nachthimmel.


Polarlicht
Polarlicht

Die Inseln lassen sich am besten per Fahrrad oder zu Fuß erkunden; die günstigste Reisezeit hierfür sind die Sommermonate Juni bis August, da zu dieser Zeit die Temperaturen am höchsten sind. Auf allen größeren Inseln sind markierte Wanderwege eingerichtet, die durch die nahezu unberührte Natur führen. Ein ganz besonderes Highlight ist ein Ausflug zu den Vogelfelsen auf der Insel Røst und umliegenden Inselchen an der Südspitze des Archipels. Auf Røst bietet sich zudem ein Abstecher zum Leuchtturm Skomvær an.

Die nördlich der Lofoten liegenden Vesterålen sind ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Walsafaris. Sie starten in den Orten Stø und Andenes von Mitte Mai bis Mitte September und erfreuen sich reger Nachfrage, weswegen sich eine rechtzeitige Reservierung empfiehlt. Mitten auf hoher See sind die Meeresriesen anzutreffen: gigantische Pottwale, Buckelwale, Zwergwale, Orcas und Delfine.



Wissenswertes für die Petrijünger

In Norwegen ist eine Fischereiabgabe zu zahlen, was in jedem Postamt möglich ist und für ein Jahr gilt. Angler, die auf den Lofoten ihrer Leidenschaft nachgehen möchten, sollten unbedingt ein Rorbu mieten. Hier kann man oft von der Terrasse oder sogar dem Wohnzimmer aus seine nächste Mahlzeit fangen. Geangelt werden können Dorsch, Köhler, Heilbutt und Rotbarsch. Aus dem Dorsch wird der bekannte Stockfisch hergestellt, der, ohne Salzzugabe, auf Holzgestellen mindestens zwei Monate trocknen muss, bevor er verzehrt werden kann. Dann ist er aber eine beliebte Delikatesse.

Bei atraveo finden Sie viele Rorbuer, die perfekt für Ihren Lieblingssport ausgestattet sind: Viele verfügen über ein (Motor-)Boot, teilweise auch über einen Fischausnehmplatz oder Tiefkühlmöglichkeiten.


Stockfisch
Stockfisch

Tipps zur Anreise

Aufgrund der Lage im hohen Norden bietet sich die Anreise mit dem Flugzeug an. Es empfiehlt sich, seinen Aufenthalt frühzeitig zu planen, um möglichst günstige Flüge und sein Wunschferienhaus zu bekommen. Norwegian fliegt von mehreren deutschen Flughäfen nach Harstad/Narvik-Evenes, in vielen Fällen muss man in Oslo umsteigen. Außerdem werden von TUI Wolters Charterflüge angeboten (auf Nachfrage auch ohne Arrangement). Von Harstad/Narvik-Evenes gehts dann weiter mit dem Mietwagen auf die Lofoten. Die Fahrtzeit beträgt etwa 2,5 Stunden.

Wer trotz der großen Entfernung mit dem eigenen Fahrzeug anreisen möchte, kann mit der Fähre ab Nordjütland bis nach Bergen reisen. Auf dem Landweg geht es dann immer weiter Richtung Norden. Allerdings sollten Sie sich bewusst sein, dass die Entfernung zwischen Bergen und den Lofoten mehr als 1.500 Kilometer beträgt, die Route ausschließlich über Landstraßen verläuft und die Etappenziele entsprechend geplant werden müssen. In Bodø setzen Sie dann in einer vierstündigen Überfahrt auf die Lofoten über.

Möglich ist auch eine Anreise mit den Postschiffen der Hurtigruten. Diese legen täglich in den Häfen Svolvær und Stamsund an und sind eine beliebte Attraktion bei Norwegen-Urlaubern.